Kontaktlinsen Technologie

High-Tech-Kontaktlinsen - das Terminatorauge

Was früher nur aus Science-Fiction Filmen bekannt war, wird heute Realität: Forscher haben neue Kontaktlinsen entwickelt, die wie ein virtuelles Display funktionieren. Genauso wie der allseits bewunderte Terminator kann man mit dieser neuartigen Erfindung entfernte Objekte heranzoomen oder Informationen direkt vor dem Auge anzeigen lassen.

Arnies Superauge

Als Vorbild dienten die Terminator-Filme, die mit ihrem Hauptdarsteller Arnold Schwarzenegger einen Superhelden präsentieren, welcher mit hochtechnisierten Augen nicht nur die gesamte Umgebung äusserst scharf sehen kann. Die Sicht des Terminators ist von einem transparenten, virtuellen Display überlagert, welches wie ein Minibildschirm funktioniert auf dem er Informationen abrufen oder Berechnungen durchführen kann. Auch das Zoomen und Rastern seines Sichtfeldes war für Arnies-Terminatoraugen überhaupt kein Problem. Wie oft haben Sie sich in Ihren Träumen schon vorgestellt der Terminator zu sein und mit Ihren übernatürlichen Fähigkeiten grossartige Abenteuer zu erleben? Solche Vorstellungen, die früher nur in Ihrer Fantasie existierten, sind nun Realität geworden. Ingenieuren und Wissenschafltern der Universität Washington ist es gelungen, den Prototypen einer elektronischen Kontaktlinse mit integriertem virtuellen Display zu entwickeln.

Display im Auge

Es gibt bereits technologische Systeme, mit welchen Piloten oder Autofahrer Informationen an die Scheibe des Cockpits oder an die Windschutzscheibe projizieren können. Aber wie können solche Displays im menschlichen Auge funktionieren? Diese Frage liess den neugierigen Wissenschaftlern keine Ruhe mehr und sie liessen ihren Forschungsenthusiasmus freien Lauf. Das Resultat ist verblüffend. Es konnte eine Kontaktlinse hergestellt werden mit einem mikroskopisch kleinen elektronischen Schaltkreis und winzigen Leuchtdioden. Daraus lässt sich eine Basis-Version eines Displays entwickeln. Wer dann durch die Kontaktlinse blickt, sieht seine Umgebung zusammen mit den überlagerten Informationen, die das Display anzeigt. Das komplizierte Herstellungsverfahren arbeitet nur mit winzigen Materialien der Nano-Technologie. Mit welcher Präzision und Feinheit eine solche Kontaktlinse erstellt wird, erkennt man schon bei der Herstellung der Metallschicht für die Elektronik, die gerade mal so dick sein durfte wie ein Tausendstel eines menschlichen Haares. Auch die Leuchtdioden wurden vom Team mit einer Grösse von nur einem Drittel Millimeter konstruiert. Mit einem speziellen technischen Verfahren konnten solche Mini-Bauteile aneinander gefügt und in der richtigen Position auf der Kontaktlinse aufgebracht werden. Die problemlose Benutzung der Linsen wird auch garantiert duch die Verwendung ausschliesslich ungefährlicher Materialien.

Ökologische Stromversorgung

Der Prototyp ist eine Linse ohne Korrekturfunktion, aber die Technik lässt sich genauso gut auf Korrekturlinsen anwenden. Ein anderer Vorteil ist, dass die Elektronik die Sicht nicht einschränkt, weil sie ausserhalb des Sichtfeldes platziert ist. Für die Stromversorgung der elektronischen Linse sorgen integrierte Solarzellen oder eine Energieübertragung per Radiowellen soll der Linse Strom zuführen. Mit dieser innovativen Display-Technik könnte man sogar während eines Spaziergangs im Internet surfen.

Ob wir uns wirklich dieser technologisierten Ära anpassen wollen, sei jedem selber überlassen. Einmal im Leben Terminator zu sein wäre aber sicherlich unglaublich spannend. Sie sehen Kontaktlinsen sind faszinierend!